Marketing mit eigenem Twitter-Hintergrund
ISVs, die Twitter für Marketing-Zwecke nutzen, haben ein Problem: Die Profilseite von Twitter gibt nicht viel her. Zumindest vom Marketingastandpunkt aus. Lediglich der Name, der Standort, eine URL und ein paar Angaben zur Biografie sind vorgesehen. Zu wenig um potentielle und bestehende Follower auf das eigene Business aufmerksam zu machen oder ein Branding der Profil-Seite zu erreichen. Zum Glück bietet aber Twitter die Möglichkeit den Hintergrund der Profilseite selbst zu gestalten. Dort gibt es genug Platz um wichtige Informationen unterzubringen.
Am einfachsten geht das mit einem der vielen Twitter-Background-Generatoren, beispielsweise:
Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese Generatoren nicht immer optimale Ergebnisse liefern. Wie bei vielen anderen Programmen auch, hängt alles von der Qualität der vorgegebenen Templates ab.
Für gewerbliche Nutzer sind neben einer seriösen grafischen Gestaltung ergänzende Textinformationen besonders wichtig. Schließlich will man zeigen, was man bietet. Und gerade da offenbaren die meisten Generatoren Schwächen. Nehmen wir beispielsweise Freetwitterdesigner.
Der Dienst lässt eigentlich keine Wünsche offen. Er bietet eine übersichtlich gestaltete und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche und lässt, was die grafische Gestaltung mit Farben, Ebenen und grafischen Elementen betrifft, kaum Wünsche offen. Nur das wichtigste, nämlich das Texthandling ist gelinde gesagt lausig. Vor allem deshalb, weil man die Schriftgröße lediglich durch vergrößern und verkleinern des Textfeldes beeinflussen kann. Immerhin, bei gedrückter Umschalt-Taste werden wenigstens die Seitenverhältnisse gewahrt.
Twitbacks wiederum setzt bei den Textelementen vor allem auf Links zu Webseiten und Profilen auf anderen Social-Media-Diensten. Ein weitgehend sinnloses Feature, weil der erzeugte Hintergrund eine Grafik ist, die Links also mithin nicht klickbar sind. Immerhin: Wer sich lediglich auf die notwendigsten Angaben beschränkt, kommt hier mit wenigen Mausklicks zu einem annehmbaren Twitter-Hintergrund.
Einen anderen Ansatz verfolgt Prettytweet. Hier kann man bequem und interaktiv grundlegende Parameter ändern, wie etwa die Hintergrund- und Textfarben. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit ein Bild hochzuladen oder per Webcam aufzunehmen (allerdings nur theoretisch, denn als wir es mit zwei verschiedenen Macs probiert haben, hat die Webcam-Aufnahme nicht funktioniert). Dazu gibt es Platz für ein, zwei Zeilen Text unterhalb des Bildes sowie eine vertikale Zeile, beispielsweise für den Firmennamen in der linken Spalte. So lassen sich zumindest die wichtigsten Informationen bzw, ein individuelles Branding unterbringen.
Mytweetspace hingegen ist nur bedingt für gewerbliche Twitterer geeignet. Zwar gibt es dort auch “professional” Hintergrund-Templates, die aber eigenen sich eher für Selbsterfahrungsgruppen und Esoterik-Anbieter als für ISVs. Was hingegen gefällt, ist die Aufteilung des Hintergrundbildes in verschiedene Elemente, die sich individuell hochladen lassen. Leider verzerrte Mytweetspace in unserem Test hochgeladene Fotos. Schade.
Alles in allem ist die Leistung der Generatoren durchwachsen. Immerhin, mit Freetwitterdesigner und Prettytweet lassen sich schnell annehmbare Lösungen zusammenklicken. Optimal, wenn es schnell gehen soll. Qualitativ bessere und individuellere Ergebnisse erzielt man aber, wenn man den Hintergrund mit Hilfe eines Grafik-Programms selbst erstellt bzw. von einem Grafiker erstellen lässt.
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