Der richtige Ort für Ihre Videos

Screencasts und Videos sind ein preisgünstiger und sehr anschaulicher Weg bestehenden und zukünftigen Kunden sein Produkt nahe zu bringen. Wer allerdings solche Videos lediglich auf seinem eigenen Web-Server ablegt, verschenkt einen Großteil des Marketing-Potentials dieser Formate. Nutzt man hingegen die bekannten Video-Sharing-Plattformen, spart man nicht nur Geld bei seinem Web-Hoster (Übertragungskosten), sondern erreicht mit seinen Videos auch ein größeres Publikum.

Youtube

Neben diversen kleineren Anbietern haben sich Youtube, Sevenload und neuerdings vor allem Vimeo als besonders geeignete Plattformen für das Hosting und die Verbreitung von Videomaterial etabliert. Dabei hat jeder der drei genannten Dienste seine spezifischen Vorteile. Allen drein gemeinsam ist, dass sie einen vielfältig konfigurierbaren Flash-Player für die Einbindung auf Web-Seiten bieten. Das gilt sowohl für dessen Größe, als auch andere Aspekte, etwa die Farbgebung (Youtube) oder begleitende Informationen, wie etwa Titeleinblendungen. Ebenfalls gemeinsam ist, dass alle drei seit kurzem HD-Videos unterstützen. Gerade für Screencasts ist das ein willkommenes Feature, denn Bildschirminhalte werden dadurch im Video besser sichtbar.

Unterschiedliche Upload-Grenzen

Die Unterschiede liegen im Detail. Beispielsweise bei den Upload-Limits. So darf man bei Youtube seit geraumer Zeit lediglich Filme mit höchstens 10 Minuten Länge und einer Größe von nicht mehr als einem Gigabyte hoch laden. Davon aber beliebig viele. Bei Sevenload liegt das Limit bei 1,5 Gbyte pro Video. Weitere Beschränkungen gibt es nicht. Bei Vimeo schließlich hängt es davon ab, ob man einen kostenlosen oder einen Bezahl-Account hat. In ersterem Fall liegen die Limits bei 500 MByte pro Woche, verteilt auf beliebig viele Videos, wobei lediglich eines davon im HD-Format vorliegen darf. Ist man bereit 59,95 US-Dollar pro Jahr zu berappen, steigt das Limit auf 5 GByte und beliebig viele HD-Videos an.

Vimeo

Auf den ersten Blick scheint Vimeo mit seinem Bezahl-Modell im Vergleich zu den immer kostenlosen Youtube und Sevenload im Nachteil zu sein. Allerdings versteht sich Vimeo auch als virtueller Aufbewahrungsort für Videos. Während nach dem Upload auf Youtube und Sevenload nur noch auf die konvertierten Videos zurückgegriffen werden kann, speichert Vimeo auch das Original, welches man jederzeit wieder herunterladen kann.

Zumindest subjektiv sticht Vimeo auch mit seiner Video-Qualität hervor. Die Videos dort scheinen schärfer und klarer als bei den Mitbewerbern. In der Praxis mag dieser Umstand jedoch weniger eine Rolle spielen, da der Qualitätseindruck vom Ausgangsmaterial und vom Monitor sowie der zur Verfügung stehenden Bandbreite bei der Wiedergabe abhängig ist. Ästheten jedoch werden sicherlich Vimeo bevorzugen.

Plattform-Unterschiede

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale finden sich auf den Plattformen selbst. Sevenload ist zum Beispiel für Anwender interessant, die eine regelmäßige Sendung, etwa einen Videocast produzieren wollen. Dies kann auch für ISVs interessant sein, die sich dadurch ins Gespräch bringen wollen. Dabei muss man sich zunächst für dieses Format bewerben. Wird man angenommen, bekommt man quasi einen eigenen Präsentationsrahmen auf der Plattform und wird auch im entsprechenden Sendungs-Verzeichnis gelistet.

Sevenload

Youtube wiederum sticht mit seinen User-Kanälen hervor. Hier kann sozusagen innerhalb von Youtube eine eigne Website erstellt und mit Inhalten gefüllt werden. Dabei hat man weitgehende Freiheiten bei der Gestaltung, von der Anordnung der einzelnen Elemente bis hin zur Farbgebung. Optimal nicht nur für Kinostars wie etwa Monty Python, sondern auch für ISVs, die so ihre Inhalte in einem geeigneten Rahmen präsentieren können.

Vimeo schließlich betont vor allem die Community-Features und die Vernetzung unter den Anwendern. Auf das Erscheinungsbild der eigenen Channel- oder Profilseite hat man hingegen wenig bis gar keinen Einfluss. Angesichts des ausgesprochen eleganten und “webzweinulligen” Designs von Vimeo ist das freilich leicht zu verschmerzen.

Eine Überlegung ist auch das Umfeld wert, in dem man seine Videos auf der jeweiligen Plattform platziert. Grundsätzlich findet man auf allen drei Diensten Inhalte jedweder Coleur und Ausrichtung wieder. Subjektiv gesehen ist Youtube allerdings vor allem durch Musik-Videoclips, Hobby-Videos, (illegale) Mitschnitte von Fernsehsendungen und Handy-Videos dominiert.

Auf Sevenload hingegen scheinen vor allem, dank verschiedener Kooperationen, legale Mitschnitte von Fernsehsendungen zu überwiegen.

Vimeo sticht auch hier heraus: Hier stehen selbstgedrehte, hochwertige Videos im Vordergrund. Fernseh- und Film-Mitschnitte und griselige Handy-Videos sind nicht nur verpönt, sondern tatsächlich kaum zu finden. Damit empfiehlt sich Vimeo auch und gerade für die Präsentation von Unternehmen.

Letztendlich bleibt es jedoch dem ISV unbenommen auch mehrere Video-Plattformen zu nutzen. Die Features der einzelnen Portale spielen in den meisten Fällen sowieso keine Rolle, viel wichtiger ist, dass die eigenen Inhalte via Flash-Player nicht nur auf der eigenen, sondern auch auf anderen Web-Seiten und Blogs eingebunden werden können.


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