Wie beim Kollegen Zorn nachzulesen ist, gewinnt E-Mail-Marketing weiter an Bedeutung. Und das aus gutem Grund: Das Verteilen der eigenen Botschaften erfolgt zielgerichtet, unmittelbar und schnell, und das für einen Bruchteil der Kosten, die mit herkömmlichen Briefsendungen verbunden sind.

Natürlich kann man dabei vieles falsch machen, wenn es darum geht, die richtigen Inhalte an die richtigen Interessenten zum richtigen Zeitpunkt zu verteilen. Daher folgen an dieser Stelle die zehn wichtigsten Regeln des E-Mail-Marketings. Falls wir etwas vergessen haben sollten, kann das gerne per Kommentar ergänzt werden. Vielen Dank dafür!

1. Erstellen Sie einen zielgerichteten E-Mail-Verteiler. Dies beginnt bei einer Newsletter-Funktion auf Ihrer Webseite und endet beim Erfassen der persönlichen Kontakte in einer zentralen Datenbank, die Sie regelmäßig pflegen müssen. Achten Sie dabei auf die herrschenden Gesetze: Das Opt-In-Verfahren erfordert zwingend eine Zustimmung per E-Mail, dass die Newsletterinhalte vom künftigen Empfänger auch wirklich gewünscht sind.

2. Finden Sie den passenden Turnus für Ihre E-Mail-Maßnahmen. Dies kann vierzehntäglich sein (bei “großen” und wichtigen Themen), aber auch schon mal ein ungeplanter Newsletter, falls Sie sehr spontan etwas anzukündigen haben.

3. Verzichten Sie auf Werbe- und sonstige Floskeln. Ein E-Mail-Newsletter muss vor allem zwei Dinge bieten: fundierte Inhalte und einen echten Nutzwert. Und das sollte in einer ehrlichen, authentischen Sprache geschehen. Hüten Sie sich also vor allzu großen Worthülsen und Übertreibungen. Sie wollen Ihre Leser informieren, und nicht mit künstlich aufgeblähten Sprechblasen “zutexten”. Am besten lassen Sie die Newsletterinhalte von jemandem erstellen, der auch etwas davon versteht. Das sollte Ihnen ein paar Euro wert sein.

4. Achten Sie auf eine aussagekräftige Betreffzeile. Diese entscheidet darüber, ob Ihr Newsletter überhaupt gelesen wird – oder nicht. Hüten Sie sich allerdings davor, Dinge in die E-Mail-Überschrift zu packen, die Sie letztlich nicht einhalten können. Niemand lässt sich gerne auf den Arm nehmen. Übrigens: Die Botschaft sollte in den ersten 40 Zeichen stecken, da diverse Online-Anbieter wie AOL oder Yahoo die Betreffzeile nach 38 bzw. 47 Zeichen abschneiden.

5. Verzichten Sie möglichst auf HTML-Mails. Diese kosten bei der Erstellung richtig Geld und werden zudem von vielen Spamfiltern eher geblockt als einfache Textnewsletter. Außerdem besteht bei HTLM-Mails die Gefahr, dass sie nicht einheitlich dargestellt werden, da jeder E-Mail-Client seine speziellen Eigenheiten aufweist.

6. Achten Sie beim Versenden des E-Mail-Newsletters auf den passenden Zeitpunkt. Soll die E-Mail ein neues Produkt präsentieren, sollte diese möglichst zeitnah zur Veröffentlichung der neuen Anwendung verschickt werden. Im geschäftlichen Umfeld gelten die Tage Mittwoch und Donnerstag, und zwar nach 10 und 14 Uhr als besonders günstig. Newsletter, die sich an eher private Anwender richten, sollten möglichst Freitag Nachmittag oder am Wochenende verschickt werden.

7. Für den Versand von E-Mail-Newslettern gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sehr kostengünstig per Mailprogramm oder etwas aufwändiger mit einem passenden Newslettertool. Diese Tools kosten zwar Geld, bieten dafür aber einige Vorteile: Mailaktionen lassen sich zeitgesteuert durchführen, der Newsletter lässt sich grafisch gestalten (falls man das will) und die Mailaktion kann statistisch erfasst und ausgewertet werden.

8. Achten Sie bei regelmäßig erscheinenden Newslettern auf einen möglichst identischen Aufbau. Das erleichtert es Ihren Lesern, sich im Newsletter zurecht zu finden, was für eine höhere Akzeptanz sorgt. Hierzu gehört auch die Regel, dass das Wichtigste stets am Anfang stehen sollte.

9. Achten Sie auf die entsprechenden Formalien. Dazu gehört ein vernünftiges Impressum am Ende des Newsletters sowie die Möglichkeit, den Newsletter im Zweifelsfall wieder abbestellen zu können.

10. Seien Sie mit Ihren Inhalten direkt, nutzwertig, ein bisschen unterhaltsam und vor allem informativ. Und quälen Sie Ihre Leser nicht mit seitenlangen Texten. Reißen Sie ein Thema mit wenigen, aussagekräftigen Worten an und verweisen Sie per Hyperlink auf Ihre Webseite, auf der die Inhalte stehen sollten.

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