Barcamp – alternativ zur teuren Konferenz
Dem Verleger und Konferenzausrichter Tim O`Reilly haben wir nicht nur den Begriff Web 2.0 zu verdanken, sondern indirekt auch den Gegenentwurf zur teuren Fachkonferenz: Das Barcamp (siehe Dia-Show oben). Die Legende besagt, dass Tantek Celik im Jahr 2005 keine Einladung zum exklusiven Foocamp (Friends of O`Reilly Camp) erhalten hat. Das hat ihn so geärgert, dass er zusammen mit ein paar Kollegen die Barcamp-Idee ins Leben rief.
Barcamp ist ein Wortspiel, abgeleitet vom “Campen an der Bar”. Etwas, was anlässlich von Konferenzen in den umliegenden Hotelbars durchaus stattfindet. Die Idee dahinter jedoch ist durchaus ernst: Zu einem Barcamp darf jeder kommen, es ist kostenlos und vor allem es organisiert sich selbst. Es handelt sich um eine so genannte “Unkonferenz”. Das heißt: Nicht ein Veranstalter gibt den Rahmen und die Themen vor, sondern die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam ein Konferenz-Programm. Was auf den ersten Blick nach Chaos klingt, klappt in der Praxis überraschend gut.
Mittlerweile hat sich die Idee auf breiter Front durchgesetzt und es finden weltweit unzählige Barcamps zu allen möglichen Themen statt. Besonders interessant sind für Entwickler natürlich solche Barcamps, bei denen es um Software-Entwicklung, Web 2.0 oder StartUp-Themen geht. Sie bilden den optimalen Rahmen um zu netzwerken, sich kostengünstig fortzubilden, eigene Vorträge zu präsentieren und natürlich um ein wenig Marketing für sich und sein Produkt zu machen. Wobei natürlich offene Werbung und PR verpönt sind, es sei denn, man tritt als Sponsor eines Barcamps auf.
In der Regel muss man sich zu einem Barcamp rechtzeitig anmelden. Deutsche Barcamps organisieren sich dabei in der Regel über Mixxt.de, auf dem auch unsere Software-Biz-Community läuft. Eine nicht ganz vollständige Übersicht über die Barcamps auf der ganzen Welt gibt es auf barcamp.org.
Zu Beginn eines Barcamps geht es darum, das Programm zusammenzustellen. Es haben sich hier mittlerweile verschiedene Verfahren etabliert, meistens aber beginnt es damit, dass jeder der einen Vortrag halten will dem Publikum das Thema kurz vorstellt und sich einen Zeitpunkt und einen Raum für seine Darbietung aussucht. Jeder, der sich berufen fühlt kann auf einem Barcamp etwas zum Besten halten, es muss lediglich thematisch passen. Wer das nicht will, schlüpft in die Rolle des Zuhörers. Die Größe der Barcamps fällt dabei je nach Ort und Thema sehr unterschiedlich aus. Während es in Großstädten durchaus 350 und mehr Teilnehmer sein können, sind es andernorts nur 50 oder weniger.
Und hier noch einige anstehende Barcamps im Mai, die besonders für Entwickler interessant sind:
- FuCamp, Furtwangen im Schwarzwald, 22, bis 24. Mai
- UXcamp Berlin - Berlin, 23. und 24. Mai
- RailsCamp Germany 2 - Münster, 30. und 31. Mai
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Kommentare
[...] an dem die Teilnehmer nicht rütteln können und auch kein Mitgestaltungsrecht haben. Bei Barcamps ist das völlig anders: da bestimmen nämlich die Anwesenden selbst, was interessant ist und was [...]
[...] an dem die Teilnehmer nicht rütteln können und auch kein Mitgestaltungsrecht haben. Bei Barcamps ist das völlig anders: da bestimmen nämlich die Anwesenden selbst, was interessant ist und was [...]
“Barcamp ist ein Wortspiel, abgeleitet vom “Campen an der Bar”.”
Die Erklärung würde zwar auch echt gut passen, aber der Ursprung scheint wohl eher in der Antwort auf den Begriff “Foo” zu liegen. Abgeleitet vom Wort “foobar” bzw. den gleichnamigen Variablen in der Informatik. Aber am Ende auch egal, jeder erklärt sichs wie er will, hauptsache der Inhalt ist der gleiche



Nicht zu vergessen das wunderbare GameCamp Munich 2009 am 20/21 Juni. Besonders für Spieleentwickler sollte das ne interessante Sache sein.
Ich würd mich über ein kommen freuen
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Beste Grüße,
flo