Twitter für PR und Marketing (Teil 1)
Der Microblogging- und Kurznachrichten-Dienst Twitter macht zur Zeit in der PR- und Marketing-Branche Furore. Dabei stellt sich die Frage, ob Unternehmen und deren PR- und Marketing-Abteilungen auf den Twitter-Zug aufspringen müssen, ob sie selbst twittern sollen und die Twitter-Feeds überwachen müssen (Twitter-Monitoring).
Wie relevant ist Twitter wirklich?
Schauen wir uns zunächst die Relevanz von Twitter an. Twitdir meldet 984 458 Twitter-Anwender (Stand heute). Compete legt sich auf rund 900.000 Anwender fest und Alexa sieht die Reichweite ebenfalls in dieser Höhe. Gemessen am Gesamtmarkt ist das nicht viel. Auf der anderen Seite behauptet Forrester Research, dass rund sechs Prozent der erwachsenen US-Internetnutzer twittern. (Update: Twitdir meldet heute, am 28.4.08 über 1.000.000 User).
Stellt sich also die Frage, wie die Zahlen für den deutschsprachigen Raum aussehen. Genaue Marktanteile sind mir nicht bekannt. Aber man kann sicherlich davon ausgehen, dass lediglich ein Bruchteil der Twitter-User aus Deutschland, der Schweiz und Österreich stammen. Einen Anhaltspunkt dafür liefert der Twitter-Blog. Dort ist die Rede davon, dass sechs Prozent des Twitter-Gesamt-Traffics aus Deutschland stammen.
Nimmt man an, dass der deutsche Twitter-Anwender im Schnitt genauso viel twittert wie die User im Rest der Welt, dann wären das über den Daumen gepeilt ca. 54.000 bis 60.000 deutsche Twitter-User. Einen weiteren Anhaltspunkt liefert die Twitterlocal-Statistik der Top-30-Orte mit den meisten Twitter-Meldungen. Hier rangiert Berlin (Stand heute) als einzige deutsche Stadt auf Platz 23. Robert Basic hat diese Statistik ausgewertet und kommt auf einen ernüchternen Anteil deutscher Twitter-Meldungen von 1,12 Prozent.
Mit anderen Worten: Man kann es drehen und wenden wie man will, der deutschsprachige Raum spielt in Twitterland kaum eine Rolle.
Ist also Twitter für Marketing- und PR uninteressant? Nicht ganz! Denn es steht ausser Frage, dass es eine kleine, wachsende und fleissige Twitter-Gemeinde im deutschsprachigen Raum gibt, die sowohl aktiv twittert als auch dem Twitterstream folgt. Interessant ist diese Gruppe auch deshalb, weil das die Opinion-Leader im internet- und technik-affinen Umfeld sind. So verzichtet beispielsweise kaum ein deutscher A-Blogger auf das Medium Twitter.
Mein Rat lautet deshalb:
Unternehmen, PR-Agenturen und Marketer mit Dienstleistungen und Produkten, die sich an eine stark web-affine Clientel richten, sollten spätestens jetzt ein Auge auf Twitter werfen. Sie finden dort sowohl die Opinion-Leader, als auch wichtige Multiplikatoren für ihre Message.
Eine Todo-Liste und wichtige Tipps für Ihren Twitter-Einstieg erhalten Sie im zweiten Teil dieser Serie.
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Kommentare
Mein Deutsch ist sehr schlect, so kann ich nicht alles verstehen. But to your point about the relatively small size of German-language “Twitterati” (i.e. people using Twitter) – I’d imagine that the small size makes it even more useful, especially given the inclination of user to be cutting edge, early adopters across all technologies.
Mfg,
Pete
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