Marketing 2.0: VRM dreht CRM auf den Kopf

Doc Searls, einer der Verfasser des Cluetrain Manifestos (Leitsatz: „Markets are Conversations”) treibt die Idee der Kommunikation zwischen Kunden und Anbietern auf eine neue Stufe. Es geht dabei um VRM oder Vendor Relations Management.

Beim CRM bestimmen die Unternehmen über die Kundendaten. VRM dreht das auf den Kopf und gibt den Kunden die Kontrolle darüber, mit welchen Anbietern sie in Beziehung treten wollen. Der Schlüsselpunkt dabei ist, dass die Kunden die Oberhoheit über alle notwendigen Daten behalten. Das Project VRM versucht dafür, ganz im Zeichen von Web 2.0, ein Framework, sprich also die Verfahren und mögliche Implementationen, zu entwickeln.

Das ganze klingt natürlich für Hersteller und Handel zunächst sehr bedrohlich. Tatsächlich aber eröffnet VRM neue Chancen. Dazu ein Zitat aus einem empfehlenswerten Blog-Posting von Adriana Lukas:

Imagine having your customers share with you what they like, want and think of you. At the moment, you are dependent on market research, which is like looking through a keyhole at the rich ‘user-generated’ world. Imagine being able to relate to your customers, consistently and persistently, where they contribute directly to your supply chain where it makes sense – whether it is R&D, product design, distribution and marketing. Interaction with them is modular, intuitive and user-driven freeing much of your resources spent on marketing and transaction cost.

Weitere Informationen zu VRM gibt es auch hier sowie im ProjectVRM-Blog.

Wenn Sie sich für VRM interessieren, nächste Woche am 21. und 22. April findet in München im Rahmen der European Identity Conference die VRM 2008 statt. Die Teilnahme ist übrigens kostenlos. Geplant ist, dass Doc Searls persönlich die Veranstaltung eröffnen wird.


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